Surround-Sound im Bürgerhaus
Konzert: Spielmannszug und Blasorchester der TSG Worfelden unterhalten mit den Frohsinn-Sängern rund 200 Gäste
WORFELDEN
Wer mit über 100 Jahren noch so frisch klingt, der könnte gut noch weitere 100 überstehen, mag sich der ein oder andere Gast des Konzerts von Spielmannszug und Blasorchester der TSG mit dem Gesangverein Frohsinn am Samstagabend im Worfelder Bürgerhaus gedacht haben.
Mit 130 Jahren ist der Frohsinn der älteste Verein Worfeldens, und auch der Spielmannszug blickt mittlerweile auf eine 104 Jahre währende Geschichte zurück, wie Moderator Heinz Sandner die rund 200 Gäste zu Beginn des musikalischen Abends wissen ließ.
Getreu dem Motto »Musik verbindet« präsentierten die drei Ensembles, die erstmals seit Jahren wieder gemeinsam auf der Bühne standen, in den folgenden zweieinhalb Stunden eine bunte Mischung aus klassischen und traditionellen Liedern sowie aus Musicalstücken.
Leitete der von Karl-Heinz Hoffmann dirigierte Spielmannszug den Abend noch mit dem recht modernen, von Klarinetten dominierten Stück »Classic Sound« ein, so entführte der Chor die Zuhörer im Anschluss in die Welt der Klassik. Das feierliche »Große Gloria in D-Dur« von Antonio Vivaldi markierte den Anfang, bevor im von Georg Friedrich Händel komponierten »Ombra mai fu« ein Solist des Chors den melancholischen Monolog des Perserkönigs Xerxes intonierte. Für die nötige Stabilität und die klaviergetragene Basis des Stücks sorgte unterdessen Chorleiter Ronald R. Pelger am Flügel.
Nach dem Ausflug ins 18. Jahrhundert brachte der Spielmannszug die Gäste mit dem von James Last komponierten »Der einsame Hirte« zurück in die Moderne, bevor der Chor mit den Stücken »Ave Verum« und »Quem pastores laudavere« den adventlichen Teil des Konzertabends bestritt. Etwas verdutzt schauten die Gäste, als vor letzterem Stück einige Sängerinnen und Sänger die Bühne verließen, um vom hinteren Teil des Saals aus den lateinischen Text dem deutschen auf der Bühne entgegenzusetzen. Eingerahmt von zwei Chorteilen erlebten die Besucher dabei sozusagen echten vokalen Surround-Sound.
Im zweiten Teil des Konzertabends, in dem auch das Blasorchester seinen Auftritt hatte, verlagerte sich der Schwerpunkt hin zu moderneren Stücken und Musicalklassikern.
Zwar eröffneten Blasorchester und Spielmannszug noch mit dem traditionellen »Ruetz-Marsch« von Erwin Troyan. Spätestens mit der »Flower-Power Selection« war die Brücke zur Moderne jedoch geschlagen. Es folgten Stücke des Chors aus den beiden Musicalklassikern »Phantom der Oper« und »Evita«, bevor die Gospel-Selection »Oh yes Lord« von Blasorchester und Gesangverein den abwechslungsreichen Abend beschloss.
(Groß-Gerauer Echo, 6.12.2010)
24.01.2011 11:25
Sitzungen schon ausverkauft
Aus der "Allgemeinen Zeitung" Mainz
FREISCHÜTZENGARDE Orden verliehen
(kge). Mit dem obligatorischen dreifachen "Gut Schuss" startete die Mainzer Freischützen Garde e.V. (MFG) in den Sitzungsmarathon der närrischen Tage. Auf dem Ordensfest im "Haus der Jugend" begrüßten der Ehrenvorsitzende Manfred Geißelbrecht und Stefan Sisnowski, Zweiter Vorsitzender der Schützen, die zahlreich erschienenen Mitglieder und stimmten diese auf die Aufgaben in der Kampagne ein.
Höhepunkt war die Präsentation des Gardeordens, der in diesem Jahr "100-prozentigen Bezug zu einem Teil der Garde hat", so Geißelbrecht. Gewidmet ist er dem Spielmannszug Worfelden in Erinnerung an 40-jährige Freundschaft - die Worfeldener nehmen seit dieser Zeit an den Umzügen und Sitzungen der MFG teil.
Auch verliehen die beiden Vorsitzenden der ganzen Garde den Orden: Nach den Jüngsten, samt Kindersitzungspräsident Marco Hoffmann, kamen die Marketenderinnen, die Offiziere und Generäle und zum Schluss der Vorstand selbst.
Auch die Jubilare kamen nicht zu kurz: Axinja Kirschner, Rainer Reichard, Lara Tytko, Stefan Voß und Andreas Wudtke wurden mit dem Kupferteller für elf Jahre Mitgliedschaft geehrt, Sascha Stumps, Günther Pechl, Henry Löwe und Manuel Hiss in den Rang des Obergefreiten erhoben, Thimo Almendinger zum Feldwebel und Torsten Jubileum zum Hauptfeldwebel ernannt. Zum Abschluss verlieh der Vorstand per Losverfahren Preise an die Uniformierten, "damit Ihr im nächsten Jahr einen größeren Ansporn habt, in Montur zu erscheinen", so Sisnowski ob einiger Nicht-Kostümierter.
Die Sitzungen und Empfänge der Freischützen sind ausverkauft, für den Kindermaskenball am 23. und die Kindersitzung am 31. Januar gibt es noch Karten.
(05.01.2010 - Mainz)
05.01.2010 13:57
