Startseite · Presse und Berichte · Naturschutz unter der LUPE

Mehlschwalben helfen!


Die neuste Zählung in unserem Ort brachte nur noch 60 Mehlschwalben-Paare zusammen. Waren es vor Jahren noch über 200 Paare, registrieren wir auch eine geringe Toleranz der Hausbesitzer gegenüber diesem hervorragenden Insektenvertilger. Das sich die Mehlschwalben helfen lassen, zeigt jedoch die Initiative von Roland Twardawa, der innerhalb kürzester Zeit einige Paare ansiedeln konnte. Alle Naturschützer sollten mit Beispiel vorangehen. Wir geben deshalb kostenlos weitere Kunstnester ab. Insbesondere die "Kolonien" müssen weiter gefördert werden. Das Motto "Schwalben bringen Glück" sollte jedem Hausbesitzer Motivation zur Hilfe sein. Unsere besonderer Dank gilt allen, die in den vergangenen Jahren diesem Vogel geholfen haben.

Vogelberingungen

Die Vogelberingung ist auch bei uns ein Thema geworden. In Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Ornithologen wurden in den letzten Jahren diverse junge Sperber, Rot- und Schwarzmilane beringt. Der dabei an den Vögeln angebrachte Ring enthält ein Kennzeichen, eine Nummer sowie die Adresse der Beringungsstation (Vogelwarte). Wird nun ein Vogel gefunden oder wieder eingefangen, wird der Ring entfernt und an die angegebene Vogelwarte geschickt. Dadurch lassen sich Erkenntnisse über Richtung und Geschwindigkeit des Vogelzuges und des Überwinterungsplatzes ziehen.


Die systematische Beringung gibt auch Aufschluß über andere Sachverhalte, so zum Beispiel, ob bei einigen Arten nur Jungvögel ziehen, ob die Vögel an die gleichen Nistplätze zurückkehren, oder ob sie über lange Zeit in festen Paaren zusammenleben. Die Ergebnisse der Beringungsaktionen rund um Worfelden werden an die Vogelwarte in Helgoland geleitet und dort dann zu weitern Auswertungen herangezogen. Wer mehr Informationen haben möchte, kann sich gerne mit Stefan Dorschner in Verbindung setzen.

NAJU sucht Feldlerche!

Zu einer Fahrradtour quer durch die Feldgemarkung Worfeldens traf sich kürzlich die Worfelder NAJU. Ziel war das Ausfindigmachen der Feldlerche, dem vom NABU auserkorenen Vogel des Jahres 1998.

Die Feldlerche bevorzugt offene Landschaften mit trockenen oder wechselfeuchten Böden mit niedriger, möglichst vielfältig strukturierter und lückiger Vegetation. In unserer modernen Agrarlandschaft sind diese Flächen jedoch nicht mehr häufig anzutreffen. Deshalb wurde die Feldlerche stellvertretend für eine Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten, die den gleichen Lebensraum aufweisen, ausgewählt. Heutzutage ist die Feldlerche zwar noch relativ weit verbreitet, doch ist ihr Bestand in den letzten 20 Jahren um über 20% zurückgegangen.

So waren alle Teilnehmer froh, als man bereits nach kurzer Zeit die erste am Himmel jubilierende Feldlerche entdecken konnte. Der Singflug der Feldlerche in bis zu 100m Höhe ist schon ein toller Anblick und eine enorme Atemleistung des nur 18-19 cm großen Sängers, wenn man zudem noch bedenkt, daß ein solcher Singflug bis zu 20 Minuten andauern kann. Davon konnte sich auch die NAJU vor Ort überzeugen. Neben der Feldlerche wurden auch andere interessante Vogelarten wie Braunkehlchen, Kiebitz, Nachtigall oder Dorngrasmücke beobachtet. Auch die oben bereits erwähnten Probleme wurden offensichtlich beim Anblick der vielen aneinandergereihten Spargelmonokulturen. Bleibt nur zu hoffen, daß hier bald ein Umdenken stattfindet und Ausgleichsflächen für die Feldlerche und deren Mitbewohner geschaffen werden.

<< Erste < Vorherige [1 / 2] Nächste > Letzte >>

Online spenden
Mitglied werden

NABU Regional

NABU Regional

Zentren
Schutzgebiete
Gruppen